Tarifvertrag film

Es wurde vereinbart, dass die Parteien für kleine Filme mit einem Budget von weniger als 1 Mio. EUR sechs Monate Zeit haben, um eine Lösung auszuhandeln. In der Änderung werden die Kriterien festgelegt, nach denen Filme mit einem Budget von weniger als 3,6 Mio. EUR von einigen Bestimmungen des Abkommens ausgenommen sind, was letztlich von der Zustimmung einer Kommission der Sozialpartner abhängig ist. Der Kurzarbeitstarifvertrag gilt nur, wenn die Parteien entweder tarifvertraglich gebunden sind oder den Tarifvertrag durch Einzelvertrag oder Betriebsvertrag in den Tarifvertrag aufgenommen haben. Parteien, die nicht an einen Tarifvertrag gebunden sind, müssen daher einen Zusatzvertrag abschließen, wenn sie den Kurzarbeitstarifvertrag anwenden wollen. Die Regierung spielte so etwas wie eine interventionistische Rolle. Sie schränkte die übliche Autonomie der Sozialpartner ein, um die Umsetzung eines Tarifvertrags und die Verlängerung einer Produktionssteuergutschrift – von 20 % auf 30 % der förderfähigen Ausgaben – für Filme mit einem Budget von weniger als 4 Mio. EUR durchzusetzen, um die abschließenden Verhandlungen zu erleichtern.

Der Tarifvertrag harmonisiert eine Reihe von Praktiken, enthält Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und legt Mindestlöhne für die verschiedenen Berufe in der Branche fest, einschließlich Techniker und Direktoren. Nach jahrelangen Verhandlungen hat sich die französische Filmindustrie auf einen Tarifvertrag für Arbeitnehmer in der Branche geeinigt. Am 8. Oktober 2013 unterzeichneten die Sozialpartner der Branche eine Änderung des jüngsten Tarifvertrags. Es war ursprünglich im Januar 2012 unterzeichnet worden, aber nur von einer der Arbeitgeberorganisationen. Das Abkommen trat nach siebenjährigen Diskussionen und monatelangen Schwierigkeiten zwischen den Sozialpartnern und der französischen Regierung in Kraft. . Alle Film- und Fernsehangestellten, für die der Tarifvertrag vom 29. Mai 2018 einen Lohnbeitrag vorsieht, erhalten eine Erhöhung des vollen Lohnes – aber nicht über der entsprechenden Einkommensgrenze. Trotz der Bemühungen des Bürgerbeauftragten konnten sich die Sozialpartner nicht einigen, und das Arbeitsministerium erließ am 1. Juli 2013 eine Verlängerungsanordnung, die am 1.

Oktober 2013 in Kraft treten sollte. Mit der dreimonatigen Verzögerung bei der Umsetzung sollte den Sozialpartnern mehr Zeit für die Aushandlung einer Änderung bestimmter Bestimmungen des Abkommens zur Verfügung stehen, „um der Situation der wirtschaftlich anfälligsten Filmproduktionsunternehmen besser Rechnung zu tragen“. Für Arbeitnehmer, für die der Tarifvertrag vom 29. Mai 2018 keine Tarifbindung vorsieht, ist die Bemessungsgrundlage für die von der Produktionsgesellschaft zu zahlende Subvention der individuell vereinbarte Lohn – aber höchstens die entsprechende Beitragsbemessungsgrenze. Am 6. September 2013 gab das Gericht dem Antrag auf Aussetzung der Verlängerung aus zwei Gründen statt. In ihrem Urteil (auf Französisch) äußerten die Richter Zweifel an der Repräsentativität der API. Die Organisation vertritt nur vier Unternehmen, die nur 5 % der Beschäftigten des Sektors beschäftigen und kollektiv nur 1 % der Gesamtzahl der französischen Filme ausmachen. Zweitens waren die Richter der Ansicht, dass das Abkommen negative wirtschaftliche Auswirkungen haben würde. Sie sagten auch, dass jeder Mechanismus, der speziell dazu beitragen soll, die Auswirkungen der Vereinbarung auf den Niedrigbudgetfilmsektor, wie sie in der Vereinbarung vorgesehen ist, nicht am 1. Oktober 2013 in Kraft treten würde.